Mitglieder

Die SEELAND Medienkooperative ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Das wichtigste Gremium des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Auf der Mitgliederversammlung am 13. Dezember 2020 wurden Johanna Ickert, Thomas Knapp, Daniel Kunle, Sara-Lena Maierhofer und Viviana Uriona als gleichberechtigte Vorstände gewählt. Bislang vertraten Johanna Ickert, Thomas Knapp, Holger Lauinger und Anett Vietzke den Verein. Die Eintragung des neuen Vorstands in das Vereinsregister ist noch nicht erfolgt.

Peter Grundmann ist in Röbel/Müritz geboren und lebt in Berlin. Er arbeitet in den Bereichen Architektur und Film. In seinen Arbeiten steht weniger Symbolik oder Form im Fokus des Entwurfes, sondern die Zwänge eines äußeren und inneren Kontextes. Ein Weniger an Intention des Entwerfers erzeugt ein Mehr an performativen Möglichkeiten für den Nutzer. Es geht dabei auch um die Entwicklung von Strategien, den Entwurfs- und Realisierungsprozess den Zwängen des Marktes zu entziehen, um mit geringen finanziellem Mitteln qualitativ gute Ergebnisse zu erzielen.

Johanna Ickert arbeitet als Kulturanthropologin, Regisseurin und Editorin im Bereich Nachhaltigkeitskommunikation. Zu ihren Themen zählen sozialökologische Transformationsprozesse, interaktive Erzählformen sowie wissenschaftliche und künstlerische Transdisziplinarität. Seit 2010 arbeitet sie regelmäßig für NGOs und Forschungsinstitutionen im Bereich Klima- und Nachhaltigkeitsforschung. Aktuell ist sie als Marie Curie Research Fellow an der Universität Plymouth (UK) tätig, wo sie im Rahmen ihrer Promotion das Potential audiovisueller interaktiver Erzählformen für die Wissenschaftskommunikation im Bereich der Klima- und Georisiken erforscht. Sie absolvierte mit Auszeichnung ein Studium der Europäischen Ethnologie, Soziologie und Publizistik an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Film- und Fernsehregie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Ihre Filme liefen auf internationalen Festivals und wurden mehrfach ausgezeichnet.

Thomas Knapp ist Autor und Filmemacher und lebt in Berlin. Neben eigenen, vornehmlich fiktionalen Projekten konzipiert und leitet er medienpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche. Um diese Tätigkeit auszubauen und ein breiteres Spektrum an schauspielerischer Methodik und pädagogischen Mitteln zu erlangen, begann er im Sommer 2014 eine Ausbildung zum Theaterpädagogen. Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, aus deren Biografien heraus, greifbar und beschreibbar werden zu lassen, ist ein Grundanliegen an dieser Arbeit. Besonderes Interesse gilt jenen, die sonst keinen Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen erhalten würden und denen die Kraft des Schauspiels helfen kann, eigene Prozesse zu verstehen oder zu verarbeiten.

Holger Lauinger arbeitet als Journalist und Filmemacher. Ihn interessieren die Konstruktion von Umwelten und ihre sozialen Realitäten. Seine Arbeiten fokussieren seit vielen Jahren Themen und Akteure des sozialökologischen Kulturwandels. Fachkenntnisse und persönliche Beobachtungen im städtischen wie ländlichen Raum inspirieren ihn zur Entwicklung von Filmkonzepten. Dabei sind ihm selbstorganisierte Commons- oder kooperative P2P-Projekte ein besonderes Anliegen. Seit 2008 ist er Jurymitglied der Provinziale (Sektion Langer Dokumentarfilm) des Filmfestes Eberswalde. Gemeinsam mit Daniel Kunle gründete er 2008 die Sein im Schein Filmproduktion. 2009 bis 2011 arbeitete er als wissenschaftlicher Referent im Bundestag zu alternativen Konzepten des „Aufbau Ost“.

Mark Uriona arbeitet als freier Fotograf, Filmemacher und Trainer in Berlin und ist Kameramann im Kollektiv der Kameradist:innen. Geboren wird er in der DDR. Laufen lernt er in Mosambique. Seit früher Jugend faszinieren ihn Geschichten und Bilder. Doch Wagner glaubt an die Zwänge der Realität und studiert Jura. Er arbeitet als (rechts)wissenschaftlicher Berater für einen Landtagsabgeordneten, später für einen Bundestagsabgeordneten. Er schreibt als Ghostwriter unzählige Reden, Aufsätze, Zeitungsartikel und wissenschaftliche Beiträge. 2011 hat er die Nase voll, stellt sein Leben auf den Kopf und gründet die Kameradist*innen. Die Gruppe erarbeitete bislang drei partizipative Kinofilme, etliche Kurzfilme und gibt ihr Wissen in Workshops und Seminaren weiter.

Dr. Viviana Uriona arbeitet als freie Filmemacherin und Trainerin im Medienbereich. Im Kollektiv der Kameradist:innen führt sie die Regie, zuletzt für den Kinofilm „One Word“, der partizipativ die Auswirkungen des Klimawandels auf die Republik der Marshallinseln erforscht. Geboren wurde Viviana Uriona in Argentinien und lebt seit 1996 in der Bundesrepublik. Sie studierte Politikwissenschaft, zunächst an der Universität zu Köln, dann an der Freien Universität Berlin und promovierte an der Universität Potsdam zu sozialen Bewegungen und freien Radios in Lateinamerika („Sie senden den Wandel“). Aktuell arbeitet sie für Studio Kalliope in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut an einem partizipativen Dokumentarfilmprojekt, das die Sicht der „gewöhnlichen“ Europäer:innen auf ihre Union erforscht: „Finding Europe“.

Anett Vietzke ist Autorin, Redakteurin und Produzentin. Sie engagiert sich für ästhetische und technische Medienbildung, eine kritisch-visionäre Kultur- und Medienpraxis und kreative Ethik im Kontext einer diversen, partizipativen und sozialökologischen Gesellschaft. Von 2009 bis 2014 realisierte sie als Autorin und Regisseurin, Kuratorin und Projektleiterin im Kontext des Künstlerinnenkollektivs Volumen Express and Friends (Oslo) und documentary in context (Berlin) Ausstellungen, Workshops, Filmprogramme und Filmarbeiten für Hong-Gah Museum (Taiwan), Kav16 Community Gallery (Tel Aviv), Club Cultural Matienzo (Buenos Aires), Black Box Theater (Oslo) oder Sophiensaele (Berlin) zu den Themen Arbeit und Identität, Ökonomie und Krise. Seit 2014 berät und unterstützt sie gemeinnützige Organisationen, Stiftungen und Kulturinstitutionen in den Bereichen strategische Gesellschaftskommunikation und Redaktion für audiovisuelle, digitale und soziale Medien. Sie ist Mitglied von Pro Quote Film.

Tanja Vietzke arbeitet als Studienrätin für die Fächer Bildende Kunst und Deutsch. Schwerpunkte ihrer pädagogischen Interessen liegen in einer differenzierten Auseinandersetzung mit der tiefgreifend medialisierten Alltagswelt unserer Kultur als auch in der Vermittlung von künstlerischen Strategien und Bildkonzepten.  In ihrer eigenen künstlerischen Tätigkeit interessiert sich Tanja Vietzke seit einiger Zeit vor allem für die Verknüpfung von intuitivem Handeln und kreativer Bildproduktion.

Weitere Mitglieder sind die Filmemacher Matthias Coers und Daniel Kunle, die Künstlerin Sara-Lena Maierhofer, die Psychologin und Filmemacherin Susanne Richter, die angehende Sozialarbeiterin Lea Rauch und die angehende Filmemacherin Narges Tavakkoli.

Quellen:
Bildmaterial aus der Laevener Ortschronik.
© Bürger*innen der Ortschaft Laeven