Arbeiten am Stallgebäude um 1961.

Workshops

Die Zeitangaben zu den Kurzkonzepten sind als Richtwerte zu verstehen, die wir an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen können. Schreiben Sie uns bitte und wir besprechen Wünsche und Vorstellungen.

>> You can edit! – Einführung in die Wikipedia

(1 Dozent*in, 90 bis 180 min, je nach Rahmen)

Der Workshop vermittelt grundlegende Kenntnisse zum Aufbau der Online-Enzyklopädie und beleuchtet sie kritisch. Er führt in Arbeitsoberfläche, Beitragsformen, Relevanzkriterien und Arbeitsweise ein. Je nach Zeitrahmen kann an einem eigenen Beitrag gearbeitet werden. Benötigt werden Computer und Zugang zum Internet.

>> Social Media für Skeptische – Alle Fragen sind erlaubt

(1 Dozent*in, 90 bis 180 min, je nach Rahmen)

Wir erklären ganz kurz wie Facebook, Twitter, Reddit, What´s App, Instagram und Co. funktionieren, ohne missionieren zu wollen. Nach dieser Einführung haben sie entweder ein paar einschlagende Argumente mehr gewonnen, um ihre Skepsis schlagfertig zu begründen oder sind angeregt ihre Position an der ein oder anderen Stelle zu überdenken.

>> Vom Skript bis zum fertigen Film, ein kleines Lexikon – Einführung für Fachfremde

(1 Dozent*in, 90 bis 180 min, je nach Rahmen)

Wir führen anhand von Begriffen durch den Prozess der Filmherstellung von der Story zum Skript, vom Storyboard und der Auflösung, zur Einstellungsgröße, Kameraperspektive bis hin zur Montage. Teilnehmende werden befähigt filmische Arbeiten fachgerecht zu beschreiben und zu analysieren. In der 180 min Version des Workshops wird gemeinsam ein kurzer Film realisiert.

>> Aus eigener Geschichte, Geschichten erzählen

(1 bis 2 Dozent*innen, 6 Monate oder 3 Tage Kompakt-Workshop)

In diesem Seminar werden mit Mitteln des biografischen Theaters, des Forumtheaters sowie verschiedener schauspielerischer und theaterpädagogischer Mittel Filmideen entwickelt und umgesetzt. Der Stoff für die Ideen ist das Leben selbst: Erinnerungen einzelner Teilnehmer*innen oder Ideen, die aus der Gruppe heraus entstehen. Nach einer Entwicklungsphase werden Episoden aufgeführt, gefilmt, gemeinsam gesichtet und evaluiert. Die Resultate der dramaturgischen und schauspielerischen Arbeit fließen schliesslich in einer gemeinsamen Filmarbeit zusammen.
Dieser Workshop hilft den Teilnehmenden, ihre eigene Geschichte und die daraus resultierenden Lebenssituationen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten sowie Selbstvertrauen und Stärke aus der Abstraktion der Erzählung und des Schauspiels zu ziehen. Idealerweise erstreckt sich das Seminar über einen Zeitraum von 6 Monaten mit wöchentlichen, zweistündigen Treffen. Es sind aber auch kompaktere Workshopeinheiten möglich, die je nach Zeitrahmen und Zusammensetzung der Gruppen individuell geplant werden können. Die Teilnehmer*innen sind von Beginn an aktiv an der Gestaltung und Organisation des Seminars beteiligt. Der Workshop ist für 8 bis 20 Personen konzipiert. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.

>> Reportage – Die Macht des selektiven Blicks

(1- 2 Dozent*innen, 2,5 Tage)

Die Macht des Bildes in der Reportage ergründen junge Medienmacher*innen im Alter von 14 bis 20 Jahren in einem Workshop, der für die Jugendmedientage des Verbandes Jugendpresse Baden-Württemberg konzipiert wurde. In einem ersten Teil sprechen wir über journalistische Haltung, Konzept und Storyboard, Interview, Kameraarbeit und Schnitt. Anschließend realisieren die Seminarteilnehmer*innen in zwei Gruppen zwei Kurz-Reportagen. Im Zentrum steht die Macht der tendenziöse Berichterstattung. Eine Gruppe hat den Auftrag ein negatives, die andere ein positives Bild eines selbstgewählten Themas zu zeichnen. Dazu gehört die Erstellung eines Storyboards, Filmarbeiten, Besprechung der Resultate, Schnitt und Präsentation. Parallel zur Erstellung tauschen wir uns intensiv über Strategien, Erfahrungen und Verantwortung der Filmschaffenden aus. Am Ende des Workshops werden beide Resultate präsentiert. Der Workshop ist für 12 bis 18 Teilnehmer*innen, ab 14 Jahre konzipiert.

>> Medienkritisches Seminar – mit Ausweg

(zwei Dozent*innen, 2,5 Tage)

Ein alter Mediengrundsatz lautet: „Was nicht berichtet wird, ist nicht passiert.“ In den Massenmedien sind linke Bewegungen und Projekte deutlich unterrepräsentiert und ihre Ziele und Ideen werden oft verkürzt und nicht selten verfälscht wiedergegeben. Das überrascht auch nicht. Denn linke Bewegungen und Projekte kratzen am Selbstverständnis der Gesellschaft, an einem bürgerlichen Medienbetrieb, der mit der bürgerlichen Gesellschaft vielfach verwoben ist. Doch worin genau besteht diese Verwebung? Ist sie Ausdruck von Vermachtung? Ist sie rein ökonomischer Natur? Beruht sie auf der Zielstellung bewusster Manipulation? Speist sie sich vorwiegend aus sprachlichen Codes? Hilft die Systemtheorie weiter und was trägt eigentlich Karl Marx zum Thema bei?

Im Seminar folgen wir dem Pfad der Medienkritik durch die Geschichte entlang ihrer Hoffnungen und Irrtümer und suchen nach einem praktischen Ausweg für linke Politik heute – für einen konstruktiven Umgang mit den Mainstreammedien jenseits von Medienbashing oder Anbiederung. Vom Arbeiterradio der 20er Jahre bis zum Web TV im 21. Jahrhundert war und ist alternative Berichterstattung wertvoll für die Strategie einer linken Neben- und Gegenöffentlichkeit. Wir untersuchen die Funktionsweise und das Potential dieser zweiten Medienwelt und erschließen uns ihren ganz praktischen Nutzen für die Verbreitung gesellschaftskritischer und emanzipatorischer Ereignisse und Ideen – auch im Zusammenspiel mit den Mainstreammedien.

Das Seminar beinhaltet Vorträge, Video, Audio, Textarbeit, gruppendynamische Arbeit und ein seminarübergreifendes Rollenspiel. Die Dichte des Stoffes wird aufgelockert und zugleich bewältigbar durch die didaktischen Mittel von Gruppenarbeit und Spiel, die den Einsatz von zwei Teamerinnen notwendig machen. Das Seminar ist für 12 bis 25 Teilnehmerinnen (politisch Aktive in Parteien, Gewerkschaften, NGO’s und sozialen Bewegungen) ausgelegt. Ab 25 Teilnehmerinnen ist eine zusätzliche Dozent*in notwendig.